Starke Körpersprache – So gehen Sie sicher in die nächste Präsentation

Starke Körpersprache – So gehen Sie sicher in die nächste Präsentation

Körpersprache ist die wirkungsvollste Kommunikationsform des Menschen. Unsere Körperhaltung beeinflusst, wie wir von anderen wahrgenommen werden. Kleine Gesten geben Indizien über Charaktereigenschaften. Oft lässt sich unsere Stimmung ganz einfach an unserer Körpersprache ablesen. Wir erklären anhand der Studie der amerikanischen Sozialpsychologin Amy Cuddy, wie Ihre Körpersprache sich nicht nur auf Ihr Gegenüber auswirkt, sondern auch auf Sie selbst.

Meist sind es bestimmte Ereignisse, die unsere Stimmung, unsere Gefühlslage und demnach auch unsere Körperhaltung beeinflussen. So werfen wir nach einem Sieg die Arme in die Luft und lassen nach einer Niederlage die Schultern hängen. Selbst Blinde strecken die Arme nach einem gewonnenen Spiel in V-Form aus, obwohl Sie dies nie bei anderen beobachten konnten.

Gerade in Situationen, in denen wir andere überzeugen wollen und eigene Ideen präsentieren, macht es einen enormen Unterschied, ob wir uns hinter verschränkten Armen verstecken oder selbstsicher auf zwei Beinen stehen. Durch solche Gesten vermitteln wir unserem Gegenüber, ob wir uns wohl fühlen – oder nicht. Das alles ist allgemein bekannt. Interessant wird das Thema mit der Erkenntnis der amerikanischen Sozialpsychologin Amy Cuddy, die uns vor Augen führt, dass dieser Prozess auch umgekehrt funktioniert. Nicht nur unser Gesprächspartner wird durch unser Auftreten beeinflusst, sondern auch wir selbst.

"When it comes to power, it goes both ways. When you pretend to be powerful, you are more likely to actually feel powerful."

− Amy Cuddy

Um das zu beweisen, entwarf Amy Cuddy folgenden Versuch: Teilnehmer wurden per Zufall in zwei Gruppen geteilt. Die Teilnehmer der ersten Gruppe bekamen die Aufgabe, für zwei Minuten eine „high power pose“ einzunehmen: Eine Haltung, die Macht ausstrahlt und möglichst viel Platz einnimmt. Die Teilnehmer saßen zurückgelehnt in einem Stuhl, die Hände im Nacken verschränkt oder mit den Füßen auf dem Tisch. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe dagegen saßen zwei Minuten lang zusammengekauert in einer Ecke, in einer sogenannten „low power pose“ mit hochgezogenen Schultern und verschränkten Armen.

Die Hormonwerte der beiden Gruppen zeigten anschließend, dass die „high power“-Gruppe ein deutlich erhöhtes Testosteron-Level hatte sowie weniger vom Stress-Hormon Cortisol. Erhöhtes Testosteron lässt Menschen dominanter und risikofreudiger werden, während ein niedriges Cortisol Level zu einem besseren Umgang mit Stress und einem sichereren Auftreten führt.
In einem anschließenden Bewerbungsgespräch wurden die Teilnehmer der „high power pose“ als präsenter, enthusiastischer und selbstsicherer wahrgenommen – kurz: als überzeugender.

Was wir daraus lernen

Wer sich klein macht, wird nicht nur als klein wahrgenommen, sondern fühlt sich auch so. Um in Zukunft während Präsentationen entspannt zu bleiben, können wir uns also merken: eine Superhelden-Pose vor dem nächsten Meeting verleiht uns magische Kräfte, die uns innerlich beruhigen und uns nach außen strahlen lassen!

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