Sie haben nicht nur unsere Wohnung erobert, sondern jetzt auch Instagram: Pflanzen. Als kleines Experiment habe ich ihnen einen eigenen Account gewidmet (@notanotherplantaccount). Zugegeben, bislang erreiche ich keine mega Reichweite und unzähligen Follower, aber dennoch habe ich ein paar Dinge beobachten können, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Meine Tipps erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber sind vielleicht dennoch hilfreich, um dem organischen Wachstum eures Instagram-Accounts ein bisschen Starthilfe zu geben.

1. Bleibt am Ball! Zeigt regelmäßig Aktivität. Das ist wahrscheinlich der Hauptgrund für mein bescheidenes Wachstum – ich bin den einen Tag Feuer und Flamme, dann kümmer ich mich eine ganze Woche nicht. Das straft der Instagram-Algorithmus ab!

2. Kuratiert euren Feed sorgfältig! Spätestens seit der Einführung von Instagram Stories (dazu später mehr) wird im Feed großer Wert auf die Qualität der Bilder gelegt. Achtet darauf, dass die einzelnen Posts ein einheitliches Gesamtbild abgeben. Nutzt deswegen immer die gleichen oder zumindest ähnliche Filter oder Presettings beim Bearbeiten eurer Fotos. Benutzerdefinierte Looks, wie ihr sie bei der Bildbearbeitungs-App Snapseed anlegen könnt, finde ich hier sehr hilfreich.

3. #monsteramonday? Yup, that’s a thing. Kennt eure Hashtags!

4. Es gibt Accounts, die gelegentlich Bilder von anderen Teilen, und Accounts, die das sogar ausschließlich machen (sogenannte Hubs). In der Regel läuft dies auch über einen Hashtag. In einem der ersten Posts für meinen Feed habe ich zum Beispiel den Hashtag des Online-Shops verwendet, bei dem ich die abgebildete Pflanze gekauft habe. Und schwups hat er mein Bild in seiner Story geteilt. Weil dort der Ursprungs-Account automatisch verlinkt wird, hat das einige Leute auf meinen Account aufmerksam gemacht. Der Account @houseplantclub mit dem dazugehörigen Hashtag hat zum Beispiel weit über 600.000 Follower und ist somit ein prima Multiplikator. Dort ein Feature zu ergattern ist der Ritterschlag für Pflanzenfreunde.

5. Postet Stories! Mehrmals. Jeden Tag. Denn mehr als die Hälfte der User treibt sich hauptsächlich dort rum. Um möglichst oft weit vorne im Story-Stream derer aufzutauchen, die euch folgen, empfehle ich nicht nur mehrere Stories am Tag zu posten, sondern diese zeitlich auch über den Tag zu verteilen. Behaltet dabei auch im Auge, in welcher Zeitzone sich eure Audience befindet. Ich zum Beispiel poste auf Englisch und habe einen entsprechenden Anteil an Followern aus den USA. Für diese ist es toll, wenn ich spätabends noch was poste – und sie es am Nachmittag in ihrer Zeitzone sehen.

6. Postet animierte Stories. Wer sich von der Menge abheben und nicht sofort „weitergetapt“ werden will, muss auffallen. Und alles, was sich bewegt, fällt nun mal auf. Postet kurze Videos, Boomerangs, Superzooms oder nutzt die vielen GIFs, die Instagram zur Verfügung stellt.

7. Wer Interaktion haben will, muss selber interagieren. Und ja, das frisst Zeit. Kommentiert unter den Posts anderer, antwortet auf ihre Stories. Regt auch selber zu Interaktion an: Fragt nach Rat und Meinungen – viele sind froh, wenn sie ihren Senf dazugeben dürfen. Nutzt in euren Stories auch Sticker für Umfragen, den Stimmungs-Slider oder offene Fragen.

Klar, es geht immer höher, schneller, weiter. Aber nicht unbedingt immer ohne Werbebudget. Und das kommt für mich als Privatperson, deren Pflanzen-Account nicht mehr als ein Hobby ist, nicht in Frage. Ich bin zufrieden mit der Anzahl an Followern, die ich habe. Hier habe ich schon ein paar nette Kontakte geknüpft. Und nicht vergessen: Langsam wachsen heißt nachhaltig wachsen!

Bonus-Link zum Weiterlesen: Erfahrt hier, wieso Instagram überhaupt daran schuld ist, dass immer mehr Menschen süchtig nach Zimmerpflanzen werden.

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