„This is the rhythm of the night”. Diesen 90er-Jahre-Hit der Band Corona habe ich seit Wochen im Ohr, wenn über die Infektionskrankheit Covid-19 berichtet wurde. Mittlerweile ist das Corona-Virus nicht mehr nur ein Gespenst aus fernen Ländern, sondern hat die Wirtschaft und Gesellschaft überall auf der Welt fest in seinem Griff – und bringt sie damit ganz schön aus dem Rhythmus. Doch die Antwort auf die Krise sollte nicht vorschnelles Handeln oder übermannende Panik sein. Mit den richtigen Kommunikationsstrategien gelingt es, den passenden Ton in der Krise zu finden und Maßnahmen zu ergreifen, mit denen Unternehmen auch während und nach der Krise erfolgreich bleiben können.

Erste-Hilfe für die Kommunikation

Rhythmus ist dabei in der Tat ein gutes Stichwort. Besonders in Zeiten der Krise ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht durch unvorsichtige oder undurchdachte Kurzschlussreaktionen aus dem Rhythmus bringen zu lassen. Deswegen ist die erste Regel der Krisenkommunikation: Keine Panik! Die Kommunikation des Unternehmens sollte sich stets an fundierten Fakten orientieren und die Verantwortliche dafür sorgen, im Gespräch zu bleiben. Unser Rezept für die Erstbehandlung in der Krise daher: Kommunizieren, erreichbar sein, informieren und solidarisieren.

Eine gut funktionierende Kommunikation ist der Schlüssel, und zwar immer intern vor extern – damit Mitarbeitende als Erste über neue Maßnahmen, Regelungen etc. im Bild sind. Regelmäßige Updates zur Lage im Unternehmen und etwaige Veränderungen sollten auf Website oder in Newslettern kommuniziert werden, damit Partner, Dienstleister, Kunden und der eigene Mitarbeiterstamm immer informiert sind. Und nicht vergessen: Zusammenhalt ist die beste Medizin #weareinthistogether

Die Symptome bekämpfen: Mittelfristige Lösungen

Die Krise ist da, und mit ihr die Herausforderung. Doch an dieser muss das Unternehmen nicht zwangsläufig mehr kränkeln als nötig. Es gilt jetzt, sich neu zu strukturieren – und das mit einem mittelfristigen Plan. Unsere Behandlung: Priorisieren, Zuständigkeiten klären, Notfallpläne entwickeln, rechtlich absichern. Die wichtigsten Fragen zum Schutz von Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten müssen geklärt werden. Zudem sollte eine Corona-Taskforce für schnelle Entscheidungen und Lösungswege gebildet werden. Protokolle mit Aufgaben und Zuständigkeiten für Notfälle sind ebenso wichtig wie die Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien, was ggf. durch einen Rechtsexperten geprüft werden sollte.

Prävention statt Wunden lecken: Die Langzeitbehandlung

Jede Herausforderung ist zugleich auch eine Chance. Dieses Sprichwort mag ein wenig abgedroschen sein, das macht es jedoch nicht weniger wahr. Gerade jetzt ergeben sich für viele Unternehmen neue Geschäftsmodelle, Methoden und Tätigkeitsfelder, die vorher nicht berücksichtigt wurden. Außerdem gewöhnen wir uns durch das veränderte Arbeitsumfeld an neue Wege der Kommunikation und Arbeitsabläufe, die wir für die Zukunft besser und geschickter nutzen können. Das große Stichwort dabei ist Corporate Social Responsibility. Einige Unternehmen entwickeln gerade jetzt neue Geschäftsmodelle, um die Krise möglichst schadlos zu überstehen. Unsere Therapie: Evaluieren, optimieren, Potenziale erfassen, kreativ planen und überdenken.

Die Krisenkommunikation des Unternehmens sollte jetzt evaluiert und ggf. angepasst werden. Digitalisierungsprozesse sind nun gefragter den je, die perfekte Zeit also für Optimierungen auf diesem Feld. Das Erfassen von neuen Potenzialen für das Geschäftswachstum und die Entwicklung dazu passender Kommunikationsmaßnahmen machen das Unternehmen fit für die Zukunft, während kreative Kampagnen geplant werden können, um (potenzielle) Kunden zu motivieren. Neben der Strategie und der Geschäftsausrichtung sollten dabei auch die gewohnten Kanäle überdacht werden.

Mit diesem Gesundheitscocktail kommen Unternehmen nicht irgendwie, sondern erfolgreich durch die Krise und verlieren nicht ihren Rhythmus. Weitere Tipps zur erfolgreichen Krisenkommunikation gibt es in unserem White Paper zum Thema und auf unserer Homepage. Wir freuen uns, euch bei euren Herausforderungen als Partner zur Seite zu stehen und zu beraten. Und immer dran denken: It’s always darkest before the dawn.

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